Land und Leute

 

Die Bohrpfahlgründung steht  bevor

Bautagebuch zum Neubau der Landessportschule (11)

14. Oktober: Ist hier schon ein an das zukünftige Wohngebiet auf der Mittelmole angrenzender Rodelberg im Entstehen? Aufgeschüttete Sandberge lassen augenzwinkernd die Vermutung vielleicht zu. Aber… das Abbruchunternehmen DZ – Demolition aus der Nähe Neubrandenburgs, das hier seit Mai diesen Jahres kräftig eingerissen und aufgeräumt hat, türmt für die nachfolgenden Baugewerke aus dem Schutt gefilterten Grobsand auf, der u.a. für die Vorbereitung des Baugrundes bestens genutzt werden kann. Noch sind die derzeit drei Männer der Firma am Abmessen und Verdichten der Grundfläche für den zukünftigen Bau und schmunzeln, als ich sie frage: War das nicht eine prima Sommerbaustelle, auf einem Platz an der Ostsee, wo eigentlich viele gerne Urlaub machen? Reden tun sie nicht viel die Drei, wenden sich lachend ihrer Arbeit zu, winken Jörn Etzold, dem Leiter der Sportschule, und dem Hafenkapitän zu, mit denen sie über all die Wochen und Monate eine gute Zeit verbunden hat. Das stimuliert.  Der Zeitplan konnte trotz unvorhergesehener problematischer Altlasten eingehalten werden.

Schweres Gerät wird in den nächsten Tagen aus Bremerhaven erwartet. Die Bohrpfahlgründung soll beginnen. Gleichzeitig wartet die Bauleitung auf die Eingänge der ausgeschriebenen Gewerke für den Rohbau, damit diese Arbeiten zügig vergeben werden können.             Monika Kadner

  

Mit AIDAdiva in die Ostsee und in die Karibik

13. Oktober: Heute ist das Kreuzfahrtschiff AIDAdiva im Hafen von Warnemünde eingelaufen. Es ist der erste Anlauf des Schiffes in dieser Saison und auch der Neustart für die Crew nach der Corona-Pause. Damit geht in drei Tagen das achte Schiff der AIDA Flotte wieder auf große Fahrt.

Das Einlaufen in den „Heimathafen" war auch für die Brückencrew ein bedeutsames Erlebnis. Frank Jacobi, Staff Captain AIDAdiva und wohnhaft in Rostock, bekam allein schon bei dem Gedanken daran Gänsehaut. „Der Hafeneinlauf von Warnemünde ist für mich einer der schönsten, da die Kulisse einzigartig ist: Der Blick vom Seekanal vom Teepott bis zum Hotel Neptun ist einfach unbeschreiblich. Die Begeisterung der Kreuzfahrtfans an Land ist ebenso einmalig." Sein Kollege auf der Brücke Andre Schalowski, Safety Officer AIDAdiva, stimmt ihm hundertprozentig zu, denn für ihn „als gebürtiger Rostocker und in Warnemünde wohnhafter Nautiker gibt es keinen schöneren Hafen auf der Welt. Das Passieren der Molenköpfe, der Leuchtturm auf der Steuerbordseite und die Warnemünder Möwen bedeutet für mich, nach Hause zu kommen."

Hoteldirektorin Harriet Umbrich freut sich riesig auf die ersten Gäste, die am 16. Oktober 2021 erwartet werden. „Wir haben die vergangenen Wochen intensiv genutzt, um unser schönes Schiff für die Gäste vorzubereiten und haben mit der Crew alle Abläufe trainiert. Jetzt sind wir bereit und können es kaum erwarten, dass sich das Schiff wieder mit Leben füllt!"

Die ersten zwei Reisen von AIDAdiva führen die Gäste in fünf Tagen nach Danzig, Visby und Kopenhagen. Am 26. Oktober startet AIDAdiva dann von Warnemünde aus in die Karibik. Pulverweiße Traumstrände erwarten die Gäste beispielsweise auf Tortola, Samana, St. Maarten und in Basseterre auf St. Kitts und Nevis, den Schwesterinseln der Kleinen Antillen.

 

 Fensterbilder aus Leinen, Hanf, Perlen, Muscheln ....

13.Oktober:  Weihnachten ist noch weit weg? Da kann man sich auch irren! Ganze 72 Tage trennen uns noch von Heiligabend! Handwebmeisterin Ines Heinrich vom Georginenplatz 5 hat sich jedenfalls darauf eingestellt, dass in aller Ruhe das passende Geschenk ausgesucht werden kann.

Es hieße fast Eulen nach Athen tragen oder Wasser in die Ostsee kippen, wenn man Ines den Warnemündern vorstellen wollte. Seit 42 Jahren führt sie die Traditionen von Katja Witt (die Alten kennen die kreative, eigenbrödlerische Warnemünder Handweberin noch) fort. Die Kreationen von Ines Heinrich sind keine Teppiche, sondern Fensterbilder aus Leinen, Wolle, Hanf, Kokos, Baumwolle, Sisal, Seide, Papier, Tüll, Perlen, Muscheln….

Faszinierende Fensterbilder entstehen, die lichtresistent sind und die bei jedem Sonnenstrahl neue Entdeckungen enthüllen. Die Themen sind Motive vor und hinter und neben der Haustür von Ines. Deshalb so beliebt bei Touristen, aber vor allem bei den Warnemündern, die seit Jahren gern ihre Häuser und Veranden mit diesen Unikaten schmücken und zu Weihnachten immer das passende Geschenk für die verwandten Landratten parat haben.

Am kommenden Sonnabend, 16. Oktober, lädt die Handwebmeisterin von 11 bis 17 Uhr in ihre Werkstatt mit dem hundertjährigen Webstuhl in dieses Refugium mit der unverwechselbaren Atmosphäre ein, in der sie Leinenträume wahr werden lässt. Monika Kadner

 

Ines Heinrich zeigt eine ihrer neuesten Kreationen, die sie auch am Sonnabend in ihrer Werkstatt vorstellt. Foto: mkad

 
Tourismusverband MV vergibt QMF-Gütesiegel "Familienfreundlicher Urlaubsort" ans Ostseebad Warnemünde
 
13. Oktober: Das Seebad Warnemünde ist erneut Träger des begehrten QMF-Siegels. Aus den Händen von Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbands MV, erhielt Tourismusdirektor Matthias Fromm stellvertretend für das Seebad Warnemünde gestern die Urkunde für das Qualitätsmanagement Familienurlaub MV 2021. Insgesamt 82 Bewerbungen aus den Kategorien Tourismusorte, Beherbergungsbetriebe, Gastronomiebetriebe und Erlebnispartner waren in diesem Jahr beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. eingegangen. Zum ersten Mal wurde auch eine nachhaltige Betriebsführung abgefragt. Dabei geht es vor allem um Mobilitätsangebote sowie um Klimaschutz und Ressourcenschonung. Auch hinsichtlich der Familienfreundlichkeit für Mitarbeitende konnte das Ostseebad punkten und sicherte sich zum sechsten Mal in Folge das anerkannte Qualitätssiegel.
 
 
„Wir freuen uns sehr, dass eine ganze Reihe Unternehmen in Rostock und Warnemünde und auch das Seebad selbst für ihre Familienfreundlichkeit ausgezeichnet werden konnten. Warnemünde bietet alles, was sich Familien wünschen, bei jedem Wetter. Viele Angebote ergänzen und verstärken sich", unterstrich Tobias Woitendorf bei der Überreichung der Urkunde. „Das Siegel beweist die hohe Kontinuität in der Qualitätssicherung für Familien. Wir ermuntern alle Akteure, hier weiter mit so viel Engagement zusammenzuarbeiten."
 
Die erste Zertifizierung im Qualitätsmanagement Familienurlaub (QMF) erhielt Warnemünde bereits 2005. Das neue Gütesiegel ist für die nächsten drei Jahre gültig. Neben Kriterien hinsichtlich Informationen und Service sind vor allem die Familienangebote des Ferienortes das entscheidende Kriterium bei dieser begehrten Auszeichnung. Für viele Urlauber ist das Qualitätssiegel deshalb eine wichtige Orientierungshilfe bei der Wahl ihres Ferienortes.
 
„Wir haben in den vergangenen Jahren nach der letzten Zertifizierung viele neue familiengerechte Projekte angeschoben und umgesetzt, um den Urlaub für Eltern oder Großeltern mit Kindern noch attraktiver zu gestalten", betonte Matthias Fromm, Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde. „Das ist honoriert worden. Darunter sind auch erfolgreiche Umweltmaßnahmen wie die Einführung von Mehrweg- oder Biogeschirr, so dass viel unnötiger Müll vermieden werden konnte. Das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielt auch bei den Familien, die uns besuchen, eine immer größere Rolle."
 
Die Jury hat seit der letzten Rezertifizierung 2017 eine Vielzahl von Neuerungen aus dem Blickwinkel der Familienfreundlichkeit begutachtet. Positiv wurde das durch das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen umgesetzte Spielplatzkonzept mit dem Neubau des Gerätespiel- und Ballsportplatzes im Arankawiesenpark bewertet. Ein weiterer Spielplatz ist in Markgrafenheide geplant. Auch innovative Unterkunftsangebote, so beispielsweise das Dock Inn Hostel mit Boulderhalle oder das Teek Hostel in Markgrafenheide wurden gewürdigt, ebenso neue Freizeiteinrichtungen wie das Flip & Fly, das Polarium, die Boulderhalle 45 Grad und der Supieria-Wasserpark im IGA-Park.
Pluspunkte gab es ebenso für neue Formate für Familienveranstaltungen, die Weitentwicklung der Strandbewirtschaftung rund um das Thema „Umweltmanagement und -bildung", den Ausbau der Free-WIFI-Standorte im Seebadbereich oder den Relaunch der Website rostock.de.
Auch das Hotel Ostseeland in Diedrichshagen, das Strandresort Markgrafenheide, die Yachthafenresidenz Hohe Düne, der Zoo Rostock und Karls Erlebnisdorf in Rövershagen erhielten heute das Qualitätssiegel überreicht.
 

Tourismuschef M. Fromm, Maxi Aschenbrenner, Strandresort Markgrafenheide, Nadja B├Âhm, Yachthafenresidenz Hohe D├╝ne, Ren├Ę Gottschalk, Zoo Rostock, Christopher B├Âttcher, Karls Erlebnis-Dorf, Sandra Fieber, TZRW, und Jana Daevers, Hotel Ostseeland, erhalten die Urkunde von T. Woitendorf Foto: Kloock

Rostock Marketing gründet eigene Akademie
Damit Warnemünde und Rostock am Markt bestehen: Maßgeschneiderte Schulungen für touristische Betriebe
 
12. Oktober: Die Corona-Pandemie und ihre Folgen werden die Tourismusbranche tiefgreifend verändern. Es ist davon auszugehen, dass sich das Reiseverhalten von Gästen sowie die Erwartungen an den Urlaub zukünftig nachhaltig wandeln werden. Digitale Services, hohe Qualität und Hygienestandards werden aus Gästesicht zunehmend zu den bestimmenden Kriterien, wenn es um die Wahl des nächsten Reiseziels geht. Der Bedarf an maßgeschneiderten und kontinuierlich angebotenen Schulungen für die touristischen Betriebe in der Region Rostock ist daher entsprechend groß. 
 
„Die Projektidee für eine Rostock Marketing Akademie wurde im Frühjahr 2021 beim Regionalbeirat Region Rostock eingereicht und bewilligt. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert und startete am 1. August", informierte heute Geschäftsführer Matthias Fromm. „Herausfordernde Zeiten wie diese erfordern gemeinsames Handeln. Damit Rostock & Warnemünde auch zukünftig im Wettbewerb der Destinationen erfolgreich bestehen und den veränderten Rahmenbedingungen wirksam begegnen kann, bedarf es einer kontinuierlichen Qualifizierung der in der Branche tätigen Mitarbeiter*innen. Genau hier möchte Rostock Marketing ansetzen und mit passgenauen Schulungsangeboten einen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Destination und der in der Region Rostock ansässigen touristischen Betriebe leisten."
Das EU-Projekt zur Unterstützung der Tourismusbranche nach der Corona-Pandemie mit einer Laufzeit bis zunächst 31. Juli 2022 wird von zwei Projektverantwortlichen betreut und soll bereits im zweiten Halbjahr 2022 mit ersten Präsenzseminaren und Online-Angeboten starten. Die Schulungsinhalte sollen sich eng an den Bedürfnissen der 350 Partnerunternehmen aus der Region Rostock ausrichten und dabei auch die individuellen Gegebenheiten vor Ort mit einbeziehen. Dabei wird nicht nur die Wissensvermittlung durch Experten im Fokus stehen, sondern auch der intensive Austausch innerhalb der Branche. „Nach ersten Vorabgesprächen werden wir im Oktober alle Netzwerkpartner kontaktieren und die konkreten Bedarfe über einen Online-Fragebogen ermitteln", kündigte Fromm an.
„Wir wollen eine nachhaltige Qualifizierungsplattform mit einem hochwertigen und modernen Schulungsprogramm für die Tourismusbranche in der Region Rostock etablieren, die flexibel und somit rechtzeitig auf aktuelle Entwicklungen und Anforderungen reagiert. Die Schulungen werden ein offenes Angebot für alle interessierten Unternehmen und Beschäftigen darstellen", so Fromm abschließend.
Weitere Informationen unter www.rostock-marketing.de/akademie
 

Neustart für die Mittelmole: Das Wichtigste herausfiltern

9. Oktober: Kontroverser könnten die Diskussionen nicht sein, wenn es um die Warnemünder Mittelmole und ihre Bebauung geht. Seit rund zehn (!) Jahren wird über die künftige Gestaltung und Nutzung dieses  Filettstücks diskutiert. Scheinbar ergebnislos.

2020 hat Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, der selbst in Warnemünde lebt, angesichts der scheinbar im Sande verlaufenden Planungen zur künftigen Nutzung der Warnemünder Mittelmole zu einem Neustart aufgerufen. Im Ergebnis eines umfangreichen Verfahrens, an dem sich interessierte Bürger beteiligen konnten, wurde das Stadtentwicklungsbüro urbanista mit dem Projekt „Viele Mittel, eine Mole – Rostock beteiligt“  beauftragt.

Über die bisher gesammelten Optionen und Ideen für die Mittelmole in Warnemünde wurde heute im Konferenzsaal des Technologieparks  im Rahmen der Prüfwerkstatt Mittelmole dreieinhalb Stunden lang geredet. Nachdem Constanze Ackermann von urbanista sich aus den bisherigen Veranstaltungen ergebende Thesen vorgetragen hat und die Teilnehmer in drei Workshops  mit ungebrochener Leidenschaft diskutieren konnten, kamen Vertreter aus der Verwaltung, der WIRO und der Kommunalpolitik zu Wort. Einig waren sie sich, dass ein Neustart auch ein Neustart sein muss – auch für die Bürger, von denen sich manche auf zehn Jahre alte Forderungen und Visionen  berufen haben. WIRO-Geschäftsführer Ralf Zimlich stellte angesichts der vielen Wünsche, die auf dem Gelände realisiert werden sollen, nüchtern klar: Das der WIRO gehörende Grundstück ist mal gerade rund zehn Hektar groß. Für das Wohnungsunternehmen sei es normal, dass dort Wohnungen, auch bezahlbare für Familien, entstehen sollen und die Wirtschaftlichkeit ein zentrales Thema ist. „Wir reden nicht von Eigentums-, sondern von Mietwohnungen“, versicherte Zimlich. Und: Wenn wir etwas beleben wollen, dann müssen dort Menschen zu Hause sein. Während man derweil noch keine Pläne für die Wohnformen habe, hat man sich offensichtlich schon mal Gedanken über den historischen Lokschuppen gemacht. In diesem könnte eine Markthalle entstehen, wo regionale Produkte angeboten werden könnten. Auch der Tourismus sei durchaus ein Thema.

Für Bürgerschaftsmitglied Anke Knitter ist klar, dass eine ganzjährige Belebung der Mittelmole durch Wohnungsbau gesichert sei. Flankiert durch andere Nutzungen, die ein urbanes Quartier ausmachen. Auch wenn Leuchtturm und Teepott zu den Hinguckern in Warnemünde gehören, sei es doch durchaus möglich, weitere zu schaffen. Schließlich sei Warnemünde auch das Eingangstor zu Deutschland. Dem stimmte WIRO-Chef Zimlich zu: Die Architektur könne sehr vielschichtig sein, es gäbe eine Menge Möglichkeiten, einen solchen Mix zu erreichen, sodass sich die Menschen dort gern aufhalten. Als Beispiel nannte er die Hamburger Hafencity, wo eine gute Durchmischung gelungen sei und es extrem viele Angebote gebe. „In Warnemünde müssen wir Vieles berücksichtigen, auch das bereits Vorhandene wie Segelstandort, Kreuzschifffahrt und Hanse Sail“, betonte er.

Für Helge Bothur vom Bau- und Planungsausschusses der Bürgerschaft steht fest: Wir müssen den Ballast der vergangenen zehn Jahre wegwerfen und völlig neu denken. Uns den Herausforderungen der Zukunft stellen.

 Zum Abschluss stellte Ralph Müller, Leiter des Stadtplanungsamtes, klar. Dieser Prozess, den wir heute abschließen, ist ein Baustein auf dem Weg zur Entwicklung der Mittelmole. Die Bürgerschaft habe die Verwaltung beauftragt, einen Bebauungsplan aufzustellen. „In diesem Prozess befinden wir uns. Eventuell können wir einen solchen Mitte 2022 vorlegen. Zuvor bekommen wir bis Ende des Jahres das Gutachten des urbanista-Büros“.

 

Fazit: Es wurde diskutiert, geprüft, diskutiert. Es wurden die Bürger befragt. Und es gibt nach wie vor unterschiedlichste Meinungen. Und, wie Anke Knitter vom Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus es sagt, es wird nie nur die eine Meinung geben. Aus der Bürgerbeteiligung heraus muss das Entscheidende, das von der Mehrheit Befürwortete, herausgefiltert und umgesetzt werden. Sabine Schubert

 

Da, wo sich Wohnmobile ein Stelldichein geben, wo sich ein gro├čer Parkplatz befindet, soll gebaut werden. Nur was genau, dar├╝ber wird seit zehn Jahren diskutiert. Foto: susa

September 2021: warm, zu wenig Regen, zu wenig Sonne

Rudolf Kemnitz gibt einen Witterungsrückblick der Wetterstation Warnemünde

3. Oktober: Haben auch Sie, liebe Leser, das Gefühl: der September war nass und vieeel zu kalt?  Gesprochen haben wir über die September-Fakten mit dem Diplom-Ingenieur für Meteorologie Rudolf Kemnitz vom Deutschen Wetterdienst, der sich intensiv mit dem Warnemünder Wetter beschäftigt.

War der September 2021 ein ganz normaler Monat?

Dieser September bot allerhand. So zeigte er sich vor allem in der ersten Monatshälfte von seiner spätsommerlichen Seite. So gab es reichlich Sonnenschein, fast keinen Niederschlag und die Temperaturen kletterten am 9. September auf den Monatshöchstwert von 27,4 Grad Celsius. In der zweiten Hälfte des Monats kam dann doch schon die frühherbstliche Phase zum Vorschein mit wenig Sonne, immer wieder Regen und die Temperaturen sanken am 29. und 30. September bis auf 10,1 Grad ab. Kurz nach dem astronomischen Herbstbeginn läutete Tief „Tim“ mit Böen der Stärke 10 die Sturmsaison auch in Warnemünde ein.

Also war der September doch vieeel zu kalt?

Nein. Denn die Durchschnittstemperatur von 16,2 Grad lag deutlich über dem langjährigen Mittel von 13,9 Grad der Jahre 1961 bis 1990. Nach der aktuellen Periode der Jahre 1991 bis 2020 beträgt die Abweichung auch noch 1,2 Grad.

Aber geregnet hat es reichlich?

Auch das täuscht. Es war mit 44,6 l/m² Niederschlag im abgelaufenen Monat etwas zu trocken. Der Klimawert von 54,5 l/m² wurde nur zu 82 Prozent erreicht. Der niederschlagsreichste Tag war der 15. September mit 10,4 l/m².

Meinte es die Sonne mit uns gut?

Da die Sonne in der zweiten Monatshälfte stark nachließ, konnte nur eine unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer von 139,8 Stunden registriert werden – 89 Prozent des sonst üblichen Wertes.

 

 

 

 

 

 

 

Im Hotel Neptun lernen für ein eigenes Restaurant in Accra am Meer

3. Oktober: Welch ein Unternehmen in unseren Breiten bekommt schon das Kompliment von Angestellten, sich wie im Schoß einer großen Familie zu fühlen. Noch dazu von jemandem, dessen Land auf einem anderen Kontinent liegt, in Westafrika, in Ghana. Das Hotel „Neptun“ mit seinen rund 300 Mitarbeitern ist für den 20jährigen Ruben Nanor so ein sicherer Ort, so ein Schoß, vielleicht auch ein Kokon, wo er sich aufgehoben fühlt, niemals Angst vor Beleidigungen hat, wie er es des Öfteren auf der Straße erfahren muss.  Ein Hotel in unserem Ostseebad, wo er alle seine Fähigkeiten mobilisieren kann, um seinen  Traum verwirklichen zu können. „Mit 30 Jahren möchte ich hier soviel gelernt haben, dass ich in meinem Land ein Restaurant eröffnen kann. Am Meer. Mit internationaler Küche. Aus Deutschland kommt auf jeden Fall Schnitzel auf den Tisch.“ Ruhig, konzentriert, in sehr gutem Deutsch erzählt er, wie es in der Sanitzer Schule begann mit dem Unterricht in der fremden Sprache und dem Zufall im Internet, als er einem Kellner virtuell über die Schulter schauen konnte, der flambierte, tranchierte, kunstvoll anrichtete und immer die Gäste anlächelte – im „Neptun“. „Das wollte ich auch.“ So der Afrikaner mit den leuchtenden fröhlichen Augen. Er meisterte zwei Jahre Lehrlingszeit für den Abschluss als Fachkraft im Gastgewerbe. Das war ihm noch nicht genug. Ein weiteres Jahr für den Beruf des Restaurantfachmannes kam hinzu. „Es ist hier einfach eine ganz besondere Atmosphäre mit Kollegen aus rund 20 verschiedenen Nationen zusammen zu arbeiten, ihre Geschichten zu hören, ihre Kulturen zu erleben, sich gegenseitig zu tolerieren und voneinander zu lernen. Das spornt an. Es macht stark.“

Es war ein Erlebnis mit Ruben Nanor Kaffee zu trinken, zu plaudern. Ihn wenig später in seinem akuraten Auftreten als versierten Kellner zu erleben. Gern wäre ich in zehn Jahren Gast in seinem Restaurant am Atlantik, am Golf von Guinea, in Accra.                        Monika Kadner

 

 

 

 

                                                                         

Neue Strandsatzung: FKK-Gebiet bleibt/ Drohnen verboten

2. Oktober: Nach langer Diskussion hat die Bürgerschaft auf ihrer Sitzung am Mittwoch der neuen Strandsatzung zugestimmt. Diese tritt mit ihrer Veröffentlichung im Städtischen Anzeiger in Kraft. Was sind die Neuerungen in diesem Papier? Was gilt es künftig zu beachten? Die Fragen gab die aalglatt-Redaktion an die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde weiter, die wie folgt antwortet:

1. FKK_Strände: 

Der Bereich zwischen Warnemünde und Diedrichshagen bleibt FKK-Gebiet. Hier ergeben sich keine Änderungen.

2. Kostenfreie Nutzung des Badestrandes

In der Strandsatzung wurde mit der Formulierung „Jede Person hat das Recht auf kostenlosen Besuch des Badestrandes“ auch zukünftig die Kostenfreiheit für Badegäste festgelegt. Damit wurde der Empfehlung des Ortsbeirates für Warnemünde und Diedrichshagen entsprochen.

3. Drohnen

Drohnen dürfen generell nicht mehr über den Strand fliegen. Auf Antrag können schriftliche Einzelgenehmigungen für kommerzielle Luftaufnahme erteilt werden. Das Verbot gilt nicht für öffentliche Einrichtungen im Zuge der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Erfüllung ihrer Aufgaben.

4. Shisha-Rauchen

Das Rauchen generell und auch das Shisharauchen im Speziellen bleiben an den am Strand festgelegten Feuerstellen weiterhin erlaubt.

5. Hunde

An den Strandblöcken 8 und 9 in Markgrafenheide ist das Mitführen von Hunden laut der neuen Strandsatzung in der Zeit von 21.00 bis 9.00 Uhr (statt 20.00 bis 8.00 Uhr) erlaubt.

6. Reiten am Strand (§5):

In der Vergangenheit wurde vermehrt das Reiten am Strand angefragt, sodass dieser Sachverhalt in der neuen Strandsatzung Berücksichtigung gefunden hat.


Für die Strandkorbvermieter, Strandkorbnutzer, Händler und andere Gewerbetreibenden ist die saisonale Bebauung und wirtschaftliche Nutzung laut neuer Strandsatzung im Zeitraum vom 1. April  bis 15. Oktober gestattet. Für die Strandbewirtschafter gelten mehrjährige Verträge.

Da die letzte Satzungsänderung bereits 15 Jahre zurück liegt, war die Überarbeitung notwendig. Denn die Tourismuszentrale ist gehalten,  in regelmäßigen Abständen die vom Eigenbetrieb erlassenen Satzungen in Bezug auf Aktualität und Rechtskonformität zu prüfen. Zudem wurden von Seiten der Ortsbeiräte von Warnemünde und Markgrafenheide immer wieder Anfragen bzw. Änderungsvorschläge (u. a. Verlegung der Hundestrände, etc.) an die Tourismuszentrale  herangetragen. Die Neuregelungen sollen die Aufenthaltsqualität am Erlebnisraum Strand für Gäste und Einheimische weiter verbessern.

 


 

 

 

Die neue Strandsatzung regelt, dass die saisonale Bebauung und wirtschaftliche Nutzung zwischen dem 1. April und dem 15. Oktober gestattet ist.

Möblierte Baustelle wird Boulevard

29. September: Der Mühlenstraße den Charakter eines kleinen Boulevards geben, das möchte Senator Holger Matthäus. So informierte er während der höchst interessanten Diskussion gestern Abend im Gemeindehaus der evangelischen Kirche.  Da kann man nur jubeln!

Aber durch die Abpollerungen mit Baken und sogenannten „Hafenschweinen“, mutet die Mühlenstraße derzeit eher wie eine mit Tischen und Stühlen gut gemeinte möblierte Baustelle an, worüber die Gaststättenbesitzer aber schon mal sehr froh und zufrieden sind in dieser Sommersaison.  Glücklicherweise träumt der Senator nicht nur, bis es eine grundhafte Sanierung dieser Straße vielleicht in zehn oder mehr Jahren geben wird. Für April 2022 plädiert er, dass die anliegenden Geschäfte und Gaststätten die derzeit von der Stadt angebotenen Erweiterungsmöglichkeiten im Straßenraum alle nutzen sollten. Er verspricht auf intensive und damit keine langwierigen Verwaltungsverfahren zu pochen. Die Mitglieder des Warnemünder Ortsbeirates werden für entsprechende Zwischenlösungen alle Vorschläge der Warnemünder sammeln.

Die Ideen der Gewerbetreibenden und von für Warnemünde brennenden Mitarbeitern der Verwaltung sprudelten während der Diskussionsrunde bereits sofort : Die weiß/ rot angestrichenen „Hafenschweine“ könnten farbenfroh gestaltetet werden, die Baken mit Blinklichtern müssen verschwinden, Bodenhülsen könnten die Sonnenschirme statt improvisierter Gestänge stabilisieren ( Anträge nimmt das Tiefbauamt ab sofort und unkompliziert entgegen). Die Lieferzeiten könnten von 6 bis 11 Uhr eingeschränkt und  Lieferzonen sollten erweitert in Nachbarstraßen eingerichtet werden. Das Grünamt würde in große Behälter, sogenannte big-packs, gepflanzte Bäume für Abgrenzungen oder  zur Begrünung der Geschäfte  bereit stellen. Felgenkiller sollen ordentlichen Fahrradständern weichen, eine Einbahnstraßenregelung könnte man sich vorstellen…

Wenn nun auch die Polizei, so der Senator,  in der Mühlenstraße nicht nur mal frühstückt und flott vorbeifährt, sondern die außerhalb der Lieferzeiten durch die nun schmale Straße preschenden Fahrzeuge mal ins Visier nimmt, könnte man schon Ansätze eines Boulevards erahnen.      Monika Kadner

 

Diskussionsrunde zu den Pollern

29. September: Noch poltern die zwei Polleranlagen in unserem Ort erheblich. Deshalb hat der Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau, Holger Matthäus, gestern  Abend Gewerbetreibende, Mitglieder des Ortsbeirates und Mitarbeiter der Stadtverwaltung an einen runden Tisch, der eckig war, zu einem durchweg konstruktiven Meinungsaustausch in das Gemeindehaus der evangelischen Kirche eingeladen.

Der eine findet  sie prima, weil am Leuchtturm durch Bepollerung  endlich eine Fußgängerzone einlädt; der andere schimpft wie ein Rohrspatz, weil diese Polleranlage nicht bis zum Ende durchdacht sei. Denn sie lässt in den Bereich eingefahrene Fahrzeuge außerhalb der Öffnungszeiten nicht herausfahren und zwingt deren Besitzer folglich, entgegen der Einbahnstraße Alexandrinenstraße zu fahren oder die Strompromenade zu nehmen.

Tiefbau-Amtsleiter Heiko Tiburtius erklärt, dass diese Abpollerungen ein ergänzender Schutz für Fußgänger – immerhin in einer ausgewiesenen Fußgängerzone - sind. Ebenso zwingend für die öffentliche Sicherheit installiert, damit Veranstaltungen – durch wen auch immer – nicht gestört werden können.

In diesem Bereich, so erklärte Tiburtius, werden bis 2023 in der Kirchenstraße und in Höhe des Hotels Neptun weitere Poller gestellt, sodass die Polleranlagen insgesamt eine runde Sache ergeben sollen.  Wir schreiben jetzt das Jahr 2021. Bei allem Verständnis für  personelle Probleme in seinem Amt,  könnte sich kein privates Unternehmen erlauben, alle Unterlagen liegen zu lassen, bis der verwaiste Schreibtisch  wieder besetzt ist. Monika Kadner

Wenn sich jeder Verkehrsteilnehmer an die Stra├čenverkehrsordnung halten w├╝rde, br├Ąuchte man auch hier keine Poller. Foto: mkad

Kleine Turnhalle: Sanierung geht weiter im November

21. September: Die statische Ertüchtigung der kleinen Sporthalle in der Ecolea-Schule ist inzwischen vollständig abgeschlossen, hat die aalglatt-Redaktion auf Anfrage von der Leiterin Unternehmenskommunikation Silke Regenthal der SeminarCenterGruppe erfahren. In den Innenwänden wurden Zuganker gesetzt, durch die eine weitere Schädigung der vorhandenen Gewölbestürze vermieden wird. Auch die Leuchtmittel in der Halle wurden auf LED umgestellt. Anschließend wurde die Sanierung der Risse und des Sockels am äußeren Gebäude umgesetzt. Für einen Teil der Risse waren Absenkungen verantwortlich. Einige Risse im hinteren Bereich sind jedoch auch entstanden, weil alte/ ehemalige Fenster nicht richtig zugemauert wurden. Vor allem die Sockelsanierung war etwas aufwändiger als ursprünglich angenommen. Die abschließenden Malerarbeiten an der Fassade und am Sockel werden erst im Zuge des Fensteraustausches vorgenommen, um doppelte Arbeiten zu vermeiden.

Um den Schul- und Sportbetrieb nicht unnötig zu beeinträchtigen, wurde die weitere Sanierung der Halle auf die Winterferien (Februar 2022) verschoben. Die Fenster werden also erst in den Winterferien ausgetauscht; und auch der Fassadenanstrich muss bis dahin warten.

Anfang November geht es allerdings weiter mit den Bauarbeiten am Hauptgebäude. Dieses wird in der ersten Novemberwoche (KW 44) eingerüstet. In der zweiten Novemberwoche (KW 45) werden die Gesimse an der Fassade saniert. Parallel bekommt das Hauptgebäude einen neuen Anstrich – die Farben ändern sich jedoch nicht. Voraussichtlich Ende November beginnen dann die Arbeiten am Dach.

 

 

Ausflugs-Tipps

Auf der Wanderung durchs Nebel-Durchbruchstal kommt man vorbei am Kneipp-Wanderweg, wo man den F├╝├čen ein wohltuendes Bad g├Ânnen sollte.

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Wanderung im Nebel-Durchbruchstal

21. Mai: Mit dem Auto von Warnemünde fährt man - je nachdem, wo man parken möchte - etwa  60 bis 70 km bis zum Nebel-Durchbruchstal. Über die A 19 mit Abfahrt Richtung Krakow am See erreichen wir den Ausgangspunkt der Wanderung.

Es gibt mindestens drei Möglichkeiten die Tour zu beginnen:

  1. Parkplatz vor dem Einkaufsmarkt in Kuchelmiß. Hier kann man sich noch etwas zur Stärkung oder für ein Picknick kaufen.
  2. Parkplatz an der Wassermühle in Kuchelmiß. Die ist aber Corona-bedingt zurzeit geschlossen.
  3. kleiner Waldparkplatz nördlich von Serrahn

Beginnt man beim Parkplatz am Einkaufsmarkt, so führt rechts parallel zur Straße nach Krakow ein kleiner Weg vorbei an drei Wohnhäusern. Dann geht es weiter über eine kleine Brücke, die uns über das Moor in Richtung Wassermühle Kuchelmiß bringt. Man kommt vorbei an den Resten der mittelalterlichen Anlage der Turmhügelburg. Die Wassermühle darf man leider derzeit nur von außen besichtigen und auch die Toiletten sind geschlossen. Man kann aber weiterhin auf dem Gelände die Fischtreppen besichtigen und einen Eindruck von der Strömung der Nebel erleben. Einen kleinen Picknickplatz gibt es dort auch, so dass man sich in der Natur stärken kann. Auf einer Infotafel wird erklärt, wie das Nebel-Durchbruchstal entstanden ist.

An den Resten eines alten Schlosses - es sind nur noch einige alte Skulpturen zu sehen - und den Fischteichen vorbei gelangt man zu einem Hofcafé. Folgt man einem gepflegten Waldweg, dann erreicht man eine Brücke, die nach Serrahn führt. Hier kommt man auch am Waldparkplatz vorbei.

Der Ort Serrahn hat eine kleine Kirche und eine alte Schmiede als Sehenswürdigkeiten zu bieten. Danach sind wir wieder über den Waldparkplatz in Richtung der Nebel gewandert. Aber dieses Mal nicht über die Brücke nach Kuchelmiß, sondern wir haben den Waldweg parallel zum Flüsschen in östlicher Richtung gewählt. Der Weg ist leicht hügelig, aber dennoch gut zu laufen. Ein paar Bänke laden zudem am Weg zum Verweilen ein. Hier hat die Nebel allerdings einen wilderen Charakter. Ihre Strömung kann man von der Brücke aus wunderbar erleben.

Geht man dann weiter geradeaus, gelangt man zum Kneipp-Wanderweg. Er ist aus einem kleinen Nebenarm der Nebel entstanden. Ihn sollte man unbedingt ausprobieren. Der sandige Untergrund tut den Füßen gut und das Wasser ist sehr klar. Aber das Kneippen stärkt nicht nur die Gesundheit, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Ein Picknickplatz lädt hier erneut zum Verweilen ein. Der Weg durch den Wald führt dann an den Teichen vorbei wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Der Wald war durch die vielen Anemonen besonders schön in diesem Jahr. Ein herrliches Stück heimischer Natur. Der Weg ist gut ausgeschildert und für die rund 16 km, die wir in aller Ruhe mit einem Picknick bewältigt haben, waren wir gut vier Stunden unterwegs. Für Rollstuhlfahrer ist diese Wanderung allerdings nicht geeignet. Leider konnten wir auch keine geöffneten Toiletten finden..

Für Familien mit Kindern ist diese Wanderung ohne weiteres zu schaffen, gibt es doch überall etwas in der Natur zu entdecken. Jedoch sollten Familien mit Kindern auf den Abstecher nach Serrahn verzichten, weil man dafür an der Straße in den Ort gehen muss.  Unterwegs für aalglatt-Leser war: Hanne Hoppe

 

 

Das Schlossgut Gorow l├Ądt nun wieder ein. Foto: Tanja Mich

Kulinarische Köstlichkeiten im Schloßgut Gorow

17. Mai: Das Schloßgut Gorow, eine halbe Stunde von Warnemünde in Richtung Bad Doberan entfernt und dann weiter in Richtung Autobahn A20,  lädt wieder ein!

Falls Sie mit dem Auto unterwegs sind, geben Sie in Ihr Navi einfach ein: Schloßgut, Zu den Linden 1, 18239 Satow. Aber auch ein guter Fahrradweg ist für sportliche Pedalritter  zu empfehlen.

Pfingsten geht es los. Wie jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr mit einem Pianofrühstück für 28 Euro pro Person. Und Pfingsten natürlich auch am Pfingstmontag.

Das Restaurant hat von dienstags bis sonnabends von 18  bis 23  Uhr geöffnet und das Cafe, in dem es tollen, selbst gebackenen Kuchen gibt, lädt dienstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr ein.  Montags ist Ruhetag.

Auch Hochzeiten können hier wieder verabredet werden. Genau zum – hoffentlich – Ende der strengsten Corona-Beschränkungen, läuten im Schloßgut Gorow die Hochzeitsglocken für junge und ältere Paare die sich trauen getraut zu werden! Das Schloßgut ist Außenstelle des Standesamtes Satow und verspricht mit seinem wunderbaren Ambiente Romantik pur für das „Ja“- Wort.

Das allein nicht genug. Küche und Keller halten für diesen Tag ganz besondere Gaumenkitzel parat. Und auch die Hochzeitsnacht, nicht nur für das Brautpaar, kann hier gebucht werden. Allerdings ab 7. Juni nur erst für Gäste aus Mecklenburg/Vorpommern. info@schlossgut-gorow.de   Unterwegs für aalglatt-Leser war:  Monika Kadner

 

 

 

 

 

Wismar und seine Schätze

Ein Ausflug in die benachbarte Weltkultur-Stadt

Warum nicht mal Wismar besuchen? Ist nicht weit von der Hansestadt Rostock mit dem Seebad Warnemünde entfernt und eine wunderschöne Stadt mit mächtigen Backsteinkirchen, liebevoll sanierten jahrhundertealten Häusern aus der Gotik, dem Barock und dem Klassizismus.  Tierpark, Museen und ein malerischer Hafen mit Speichern und diversen Restaurants laden zum Bummeln ein. Fischkutter, deren Besatzungen leckere Fischbrötchen und fangfrischen oder geräucherten Fisch anbieten, sind ebenfalls erlebenswert. Die Hansestadt Wismar trägt zu Recht das Siegel des Weltkulturerbes.

Jetzt im noch sonnigen Corona-Herbst zieht es viele Touristen aus scheinbar vor allem südlichen Bundesländern an die Küste. Zumindest ihre Dialekte legen das nahe. Sie beobachten interessiert vom Außenbereich der Hafenlokale das Kommen und Gehen der anderen Touristen sowie das Verhalten der gefräßigen Möwen, die gern im Sturzflug den ahnungslosen Passanten das Fischbrötchen entreißen wollen. Amüsant, wenn die Möwen Sieger bleiben und man das eigene Brötchen schon sicher im Magen hat. Wenn es kein Fischbrötchen sein soll, kann man wunderbar in der Nähe des Alten Hafens am Lohberg im Brauhaus Durst und Hunger stillen. In dem Fachwerkspeicher ist schon 1452 Bier gebraut worden. Allerdings führt eine mehrstufige Treppe ins Gebäude hinein.

Wismar ist aber auch ein lohnendes Besuchsziel, wenn man mit den Enkeln einen Ausflug planen möchte. Sie tauchen in der Altstadt ein ins Mittelalter, sehen mit Giebel- und Traufenhäuser die Architektur vergangener Jahrhunderte und erfahren auf Schrifttafeln oder Plaketten an den aufwändig sanierten Häusern viel über die Geschichte Wismars und ihrer Bewohner.

Ein Ziel sollte unbedingt der 80 Meter unübersehbar hohe Turm der Marienkirche sein. Das einst mächtige Kirchenschiff wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und erfuhr wie etliche Sakralbauten in der ehemaligen DDR dasselbe Schicksal. Die Marienkirche, die Anfang des 14. Jahrhunderts auf den Mauern einer rund 100 Jahre alten kleineren Vorgängerkirche errichtet wurde, fiel 1960 der Sprengung zum Opfer. In Wismar sind wenigstens ihre Konturen wieder sichtbar im Boden entstanden. Teil des Forums an der Kirche ist neben moderner Kunst ein Metallmodell. Es zeigt, wie sich die ehemalige Ratskirche über Jahrhunderte präsentiert hat.

Besonders interessant für Kinder ist aber der 3-D-Film „Bruno Backstein“, der wie die Dauerausstellung „Wege zur Backsteingotik“ im Turm sehr spannend den Bau dieser gotischen Kirche erklärt. Bei einer Führung offenbart sich in 67 Metern Höhe ein wunderbarer Blick über die Altstadt und der Besucher erfährt weiteres Wissenswertes zur Kirche und zur Welterbe-Stadt Wismar.

Vor dem Kirchturm sind Modelle zu sehen, in denen Ziegelsteine geformt worden sind, die für den Bau verwendet wurden. Bruno Backstein erklärt im Film auch, wie die Bauleute es schafften, ohne Kran, dafür mit einem imposanten hölzernen Rad und Seilen die Steine in die Höhe zu transportieren. Der Nachbau dieses Rades vor der Marienkirche verdeutlicht den großen und kleinen Besuchern die meisterlichen Fertigkeiten der mittelalterlichen Baumeister, aber auch das mühevolle Bauen.

Der Film dauert etwa 15 Minuten. Der Eintritt inklusive Turmführung kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Ein Muss ist auch der Besuch der St.-Georgen-Kirche, eine der drei Hauptkirchen und die größte der Hansestadt. Auch sie ist ein Meisterwerk der norddeutschen Backsteingotik. 1594 wurde sie nach mehrfachen Veränderungen fertiggestellt. Baubeginn soll allerdings schon Ende des 13. Jahrhunderts gewesen sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch dieser Sakralbau stark beschädigt, aber in der DDR glücklicherweise nicht gesprengt. Nach der Wende wurde die St.-Georgen-Kirche ab 1990 mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz und örtlicher Betriebe wiederaufgebaut und 2010 als Gotteshaus und Kulturkirche feierlich wiedereröffnet. Kultur findet auch jetzt statt. So gastiert Ben Becker am 30.Oktober mit „Ich, Judas“. Viele weitere Veranstaltungen sind geplant – sofern Corona es zulässt.

Die Aussichtsplattform Von St.-Georgen in 35 Metern Höhe bietet einen eindrucksvollen Rundblick auf Wismar, die Gassen und Straßen der Altstadt, die Ostsee, den Hafen und die MV-Werft. Die Fahrt mit dem Lift kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder bis 6 Jahre fahren gratis.

Neben der Kirche liegt der Fürstenhof, die im 16. Jahrhundert errichtete Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge in Wismar. Ein Blick in den Innenhof lohnt sich. Heute beherbergt das schön sanierte Bauwerk das Amtsgericht der Hansestadt.

Bei einem Gang durch die Altstadt gibt es viele weitere lohnende Ziele. Doch wer sich die Ausstellung und die Einrichtung in dem sehr informativen Welt-Erbe-Haus an der Lübschen Straße angesehen hat, sollte noch an der Grube entlangspazieren. Sie ist eines der ältesten städtischen Wasserläufe Deutschlands und dann in einem der Cafés am Marktplatz Füße und Kopf entspannen. Auch dort gibt es mehrere historische Bauwerke zu bewundern. Schließlich ist die Stadt nicht umsonst von der UNESCO ausgezeichnet worden. Und weil man an einem Tag nicht alles Sehenswerte in Wismar erleben kann, sollte man sich - solange das Wetter mitspielt – unbedingt noch einmal auf den Weg dorthin machen.

Doch was hat dem zehnjährigen Theo am besten in der ehrwürdigen Hansestadt gefallen? „Der Blick von der Georgenkirche war cool.“ Eigentlich wollte er die Wendeltreppe zur Plattform hochsteigen. Doch die war gesperrt, weil man in Corona-Zeiten dort keinen nötigen Abstand halten kann. „Aber auch der Film in dem anderen Kirchturm war wirklich spannend“, empfiehlt Theo.

Unterwegs für aalglatt-Leser war: Ingrid Feuerstein

Die Marienkirche und St.-Georgen-Kirche öffnen von Oktober bis März täglich von 10 bis 16 Uhr. Der Turm von St. Marien kann nach Anmeldung (Telefon: 03841-2510) bestiegen werden.

├ťber die Rapsfelder hat man einen tollen Blick auf den Leuchtturm Bastorf.

Rund um den Leuchtturm Bastorf

13. Mai: Unser Ausflug führt von Warnemünde nach Bastorf. Mit dem Auto erreicht man den dortigen Leuchtturm in etwa 45 Minuten. Die Fahrt führt in diesen Tagen vorbei an herrlich blühenden Rapsfeldern, die so richtig tolle Fotomotive bieten. Rasch ist der Parkplatz am Leuchtturm erreicht.  Der Turm befindet sich zwischen den Ostseebädern Kühlungsborn und Rerik und oberhalb von Kap Bukspitze, weshalb er auch Buk genannt wird.

 Diese Landspitze weist eine Geländehöhe von rund 78 Metern über dem Meeresspiegel auf. Die Höhe des Leuchtturms beträgt 20,8 m, sodass sich eine Gesamtfeuerhöhe von etwa 95,3 m ergibt. Somit ist der Leuchtturm Buk zwar einer der kleinsten deutschen Leuchttürme, hat aber das höchste Leuchtfeuer, dass an den deutschen Küsten zu finden ist.  Während er für die Seefahrt eine notwendige Navigationshilfe ist, hält er für Besucher nach dem Erklimmen der 55 Stufen einen grandiosen Ausblick bereit. Schaut man in nordöstliche Richtung, kann man das heimische Warnemünde sehen. Bei einem Blick nach Westen entdeckt man  Rerik und die Wismarer Bucht  Bei klarer Sicht soll man sogar die Insel Fehmarn  und dänische Inseln sehen. Leider ist der Turm derzeit aber für Besucher noch geschlossen.

Nicht so tragisch, denn wir umwandern ihn ganz einfach Die Strecke beträgt etwa 4,8 Kilometer, die auch für nicht so professionelle Wanderer machbar ist.  Start und Ziel ist für uns der Parkplatz unterhalb des Leuchtturms. Auf einem schmalen Pfad mit einer tollen Aussicht geht es entlang des Parkplatzes in Richtung Kägsdorf. Weiter führt unsere Tour auf der Straße durch den Ort, der durchaus interessante Häuser aufweist. So beispielsweise ein Gutshaus auf der rechten Seite.  Am Ende des Ortes führt eine schmale  Straße in Richtung Kühlungsborn,  bevor uns dann der erste Weg rechts wieder zum Leuchtturm bringt .

Angekommen, lohnt es sich den Picknick-Korb auszupacken oder unbedingt das Cafe Valentins zu besuchen, das ab 28. Mai freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr wieder geöffnet ist und wo man endlich wieder den  leckeren Kuchen genießen kann. Nach unserer Stärkung  geht es wieder abwärts bis zum Parkplatz. Und schließlich gut gelaunt zurück nach Warnemünde. Unterwegs für aalglatt-Leser war: Doris Reiber

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