Land und Leute

Beachsoccer wollen Meister werden

20. Mai: Richtig was los ist am 21. und 22. Mai am Warnemünder Strand. Zum Auftakt findet am AOK Active Beach der erste Heimspieltag nach drei Jahren in der Deutschen Beachsoccer-Liga wieder wieder statt. An insgesamt vier Spieltagen in Warnemünde, Korbach (Hessen), München (Bayern) und Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) kämpfen die besten Beachsoccerteams Deutschlands um ausreichend Punkte für das Finale der 10. Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft am 20. und 21. August im Warnemünder „Ostseestadion" am Teepott.

Der AOK Active Beach befindet sich am Strandaufgang 13 in Höhe des Hotels Neptun. Bereits zum elften Mal lädt die größte Freiluftsportarena des Landes bis Ende September ein. Mehr als 7500 Quadratmetern gross ist das Mekka der beliebtesten Strandballsportarten. Zugleich wird der AOK ACTVE BEACH als Heimatrevier der Rostocker Robben, die sich in diesem Jahr bei der 10. Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft des DFB ihren Titel zurückerobern wollen, zum Austragungsort zahlreicher Wettkämpfe.

Weitere Highlights sind die 2. Rostocker Strandfußballmeisterschaft am 25. und 26. Juni, die Schüler-Fußball-WM der WG Union am 29. Juni, die Rostocker Völkerballmeisterschaft am 9. Juli, das ROBBENEFIZ-Turnier am 24. Juli, ein Alternatives Fußballfest mit Footvolley und Teqball am 6. und 7. August, der AOK-Familien-Sport-Beachtag am 11. August und die Finaltour der Volleyballbeachmeisterschaften MV.

„Wir alle hoffen darauf, dass die frühere Unbeschwertheit zurückkehrt und wir die Saison in vollen Zügen genießen können", betonte Strandchef Andreas Zachhuber. „Wie groß die Sehnsucht danach ist, sehe ich an den vielen Vorbuchungen, die täglich bei uns eingehen."

Zahlreiche Schulen, Vereine, Unternehmen und private Gruppen haben sich schon ihre persönlichen Strandspielzeiten gesichert. Zugleich bedankte sich der ehemalige Bundesligatrainer für die langjährige Partnerschaft mit der AOK Nordost und bei vielen treuen und neuen Förderern aus Wirtschaft und öffentlichem Leben, „die den AOK ACTVE BEACH seit nunmehr elf Jahren unterstützen und erst möglich machen."

Bis Ende September ist der AOK ACTIVE BEACH täglich geöffnet. Der Eintrittspreis für die Nutzung des Angebots beträgt zwei  Euro pro Person. Inhaber der gültigen Kurkarte Warnemünde zahlen keinen Eintritt. Sportgeräte können zwischen 11 und 18 Uhr gegen Pfand ausgeliehen werden.

Vom 13. Juni bis 12. September laden jeweils montags von 18 bis 19 Uhr Yoga- oder Qi-Gong-Kurse mit erfahrenen Trainern kostenfrei zur Entspannung am AOK ACTIVE BEACH ein. Das aktuelle Kursangebot wird an der Infotafel am Strand oder im Internet www.aok.de unter dem Stichwort „Sommerkurse" veröffentlicht.

Vom 11. bis zum 22. Juli findet für Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 14 Jahren das diesjährige Robbencamp statt. Eine Anmeldung ist dafür erforderlich (rostockerrobben.de/robben-camp/). Die jungen Strandfußballer erwartet im Camp jede Menge Spiel und Spaß und zahlreiche Tipps und Tricks von den routinierten Robben.

Der AOK ACTIVE BEACH ist eine Initiative der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde in Zusammenarbeit mit Rostock Marketing. Seit 2012 begeistert der Sport- und Spielstrand im Seebad Warnemünde jedes Jahr von Juni bis September zahlreiche Gäste mit einer Vielzahl von Aktivangeboten, Mitmach-Events und hochkarätigen Turnieren. Weitere Infos unter www.rostock.de/active-beach.html

Für 2022 Lösung für Rettungsschwimmer

18. Mai: Nachdem die Magdeburger DRK-Wasserwacht der Stadt Rostock mitgeteilt hat, dass die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer in Rostock aufgrund der seit Jahren miserablen Unterkünfte nicht mehr arbeiten wollen, hat sich nun etwas getan: In unmittelbarer Nähe zum Strand, direkt hinter den Dünen von Markgrafenheide, erhalten die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer des DRK in diesem Jahr ihre Unterkünfte. Seit dem 13. Mai stehen das Haus im Dünenweg 5 samt der Wohncontainer zur Verfügung. Zur Hochsaison werden ab Juni zudem drei Finnhütten aus dem Vermietungsbestand der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde bereitgestellt.

Die Container, gemietet von Baupunkt Flügel, sind neu und befinden sich auf dem Hof der Unterbringung im Dünenweg. In dem modernen Sanitärcontainer befinden sich vier Waschbecken, zwei Duschen, zwei Pissoirs und zwei WC´s für insgesamt zehn Personen. Die fünf Wohncontainer verfügen über Heizungen und sind mit neuen Bettgestellen, samt Lattenrosten und Matratzen, ausgestattet worden.

Im Wohngebäude befinden sich zudem Schlafzimmer im Dachgeschoss, zwei Aufenthaltsräume mit Kicker, TV, Sitzmöglichkeiten und einer neuen Küche. Zudem wird das WLAN verstärkt, damit die Rettungsschwimmer durchgängig ausreichend Bandbreite zur Nutzung des Internets zur Verfügung haben.

Die Finnhütten verfügen über eine großzügige Außenterrasse, zwei Schlafräume für jeweils zwei Personen im Obergeschoss, einem Badezimmer mit Dusche und WC sowie einem Aufenthaltsraum mit Küchenzeile. Pro Finnhütte können maximal sechs Personen untergebracht werden. 

Dennoch brauche es eine langfristige Perspektive, sowohl die Container als auch die Finnhütten seien lediglich 2022 gesichert. „Es braucht das Zusammenwirken aller beteiligten Ämter, damit die Rettungsschwimmer eine angemessene, zentrale und langfristige Übernachtungsmöglichkeit in Strandnähe erhalten," sagt Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm. Für die Unterbringung verzichtet die Tourismuszentrale auf Einnahmen aus der Vermietung der Finnhütten, die normalerweise den gesamten Sommer ausgebucht sind. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Unterbringung der Rettungsschwimmer in dieser Saison auf rund 50 000 Euro.

In dieser Saison sind für die Sicherung der Strände zeitgleich 35 Ehrenamtliche im Einsatz. Etwa zwei Drittel kommen nicht aus dem eigenen Kreisverband, weshalb eine Unterbringung erforderlich ist. Das Dünenweg-Quartier mit neuen und modernen Wohncontainern und die drei Finnhütten aus dem Vermietungsbestand der Tourismuszentrale sind  keine langfristige Lösung. Mit den jeweiligen Fachämtern der Rostocker Stadtverwaltung wird eine solche gesucht. Sabine Schubert

 

Pro und kontra: Diskussion um Weinfest

Termin: 20. bis 24. Juli auf dem Leuchtturmvorplatz

17. Mai: Im Kurpark sitzen, bei leiser Musik ein Glas Wein und die Freizeit genießen, das hat im vergangenem Jahr vielen Besuchern des Weinfestes gefallen. Veranstalter Heiko Lange möchte auch in diesem Sommer ein solches hochwertiges Fest, zu dem Winzer über hunderte Kilometer an die Warnowmündung reisen, gern wieder gestalten. Darüber berichtete er auf der Sitzung des Ortsbeirates für Warnemünde und Diedrichshagen. Doch es regt sich Widerstand. Die Bügerinitiative Rettet den Küstenwald sieht angesichts des Klimawandels die Bäume ohnehin gestresst. Durch die Fahrzeuge würden enorme Schäden entstehen. Sprecherin Annette Boog betont, nichts gegen ein Weinfest zu haben, aber eben nicht im Kurpark. Sie schlägt als Alternative den Alexandrinenplatz und die Flächen in Richtung Bahnhofsbrücke vor. Ortsbeiratsmitglied Axel Tolksdorff verwies auf den Kurhausgarten. Doch Norbert Ripka, der das Kurhaus und den zugehörigen Garten einige Jahre bewirtschaftet hat, winkte ab. Aus eigener Erfahrung wisse er, wie schwer es sei, Menschen dorthin zu locken. Unternehmer Thomas Tüngethal verwies auf die Fläche des Sportbereiches im Kurpark. Heiko Lange jedoch möchte den Kindern und Jugendlichen ihren Platz für die Zeit des Weinfestes nicht streitig machen. Promenade und Leuchtturmvorplatz wurden als weitere Alternativen genannt. Doch auch dort regt sich Widerstand. Denn in den vergangenen Monaten reihte sich dort oft ein Fest an das andere. Grünamtsleiter Ute Fischer Gäde betonte, dass der Kurpark eine hohe Sensibilität habe. Wenn ein Fest im Kurpark, dann nicht in direkter Nähe zu den Bäumen. „Wir müssen nach einem Kompromiss suchen“, forderte die Amtsleiterin. Derweil befürwortet der Strukturausschuss des Ortsbeirates ein Weinfest im Kurpark. Wie Melanie Banhagel sagte, gehe es um ein Fest in natürlicher Umgebung. Die Promenade hingegen scheide aus, dort gebe es bereits eine Vielzahl an Veranstaltungen. Pro und kontra: Der Ortsbeirat musste sich für oder gegen den Antrag entscheiden. Letztlich positionierte sich das ehrenamtliche Gremium gegen ein Weinfest im Kurpark. Ob Winzer und Genießer sich doch noch in Warnemünde finden werden? Ja, sagte Heiko Lange auf aaglatt-Anfrage. Das Weinfest wird vom 20. bis 24. Juli auf dem Leuchtturmvorplatz durchgeführt. Bereits acht Winzer aus Rheinhessen, von der Nahe und der Mosel und aus der Pfalz haben  zugesagt. Ergänzt wird das Fest mit einer kulinarischen Auswahl von Flammkuchen, Fisch sowie Wurst- und Käsespezialitäten.  „Wir werden eine zentrale Beschallung installieren und hauptsächlich zum Thema passende Hintergrundmusik abspielen. Eventuell treten auch mal eine Saxophonistin, ein Pianist oder ein Duo auf. Die mittägliche Ruhepause halten wir selbstverständlich ein. Und ab 22 Uhr wird keine Musik mehr gespielt“, versichert der Chef der Firma Highlights Event Management MV.   Sabine Schubert

 

 

Bautagebuch Landessportschule 

Großer Bahnhof zur Grundsteinlegung                                     

Dieser Freitag der 13.Mai 2022 hatte es in sich um 14.14 Uhr. Dirk Aulerich, Polier beim Warnemünder Bau hatte seine traditionelle Bauarbeiter-Festtagskleidung mit dem großen Hut angelegt.

Die Zeitkapsel aus festem Stahl, die er bis dato nicht aus der Hand gelegt hatte, war gefüllt mit der aktuellen Tageszeitung, mit dem Landessportmagazin, Bauzeichnungen, Münzen und Abzeichen aus dem Sportgeschehen der Gegenwart.

Ein Tubben mit Beton stand bereit, Putzkellen, so sauber wie nie, waren drapiert, natürlich fehlte auch nicht der multifunktionale Bauhammer, der für die drei Glücksschläge vorbereitet war.

Beeindruckend die Zeremonie, als die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, gemeinsam mit dem Polier die Zeitkapsel im Fundament der zukünftigen Landessportschule versenkte.

„Was die Ur - Enkel wohl in 100 Jahren sagen werden, wenn sie die Röhre finden werden?“ fragte sich so mancher der interessierten Zuschauer.

Manuela Schwesig, die überaus sportlich nach Warnemünde gekommen war, wusste sehr wohl das Jetzt zu würdigen. „Heute ist ein wichtiger Tag für das Sportland Mecklenburg/Vorpommern. Nach seiner Fertigstellung werde die Sportschule dem Breiten- und Spitzensport exzellente Bedingungen bieten und gemeinsam mit dem geplanten Yachthafen erhalte das Juwel, das das Warnemünder Segelrevier schon lange ist, eine ganz besondere Einfassung:“

Minister, die Präsidentin und Abgeordnete des Landtages, Senatoren der Hansestadt, Sportfunktionäre, sie alle waren an diesem Freitag dem glücklichen 13.Mai gekommen, um zu zeigen, Sport in MV ist wieder da!

Es war aber besonders ein Tag für die Segler .

Ralf Bergel, Chairman der Warnemünder Woche sagt: Es war hohe Zeit, dass unser Segelstandort gestärkt wird mit dem Neubau  und dem neuen Hafen.  Es wird in Kürze wieder vernünftige Möglichkeiten für  die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen geben. Der Bundesstützpunkt des Nachwuchses hat hier sein Zuhause. Die Warnemünder Woche, kann sich dann nicht nur wasserseitig als eines der besten Segelreviere weltweit  anbieten.

Heute wird an dieser Stelle auf der Mittelmole wieder einmal Sportgeschichte geschrieben, ist sich Jutta Mohr, die Sportkoordinatorin und Geschäftsstellenleiterin des Seglerverbandes M/V sicher. Vor mehr als 60 Jahren wurde am gleichen Ort der Grundstein für ein Regattahaus gelegt, weil eine Segelweltmeisterschaft in der Bootsklasse Finn-Dinghy stattfinden sollte. Viele sehr erfolgreiche Segler konnten hier zu damaliger Zeit optimale Bedingungen vorfinden. Der Zahn der Zeit hat seinen Tribut gefordert und das Gebäude mußte abgerissen werden.
Mit der heutigen Grundsteinlegung wird der Bau einer Sportschule  für alle Sportarten in unserem Land erfolgen. Das ist die Grundlage für neue sportliche Erfolge und eine Möglichkeit wieder große Meisterschaften in einem tollen Rahmen vor Warnemünde stattfinden zu lassen .

Nicht nur ans Feiern denkt an diesem Maitag allerdings Jens Düsing, Bauleiter vom Warnemünder Bau. „Wir werden auch am morgigen Sonnabend hier arbeiten an den Bewehrungen.

Am Montag geht‘s dann schon an den 2.Bauabschnitt, mit Einschalungen. Hier entsteht unter anderem die Bootshalle, eine Werkstatt und auch ein Kraftraum.

Eine sportliche Herausforderung auch an uns ist dieser Bau, denn wir wollen unbedingt beweisen, dass wir als Warnemünder Betrieb Qualitätsarbeit abliefern können.“

Die Grundsteinlegung beobachtete Monika Kadner

 

 

Georginenplatz: Nordwasser muss in die Tiefe

12. Mai: Als Perle bezeichnet Grünamtsleiterin Dr. Ute Fischer Gäde den rund 2800 Quadratmeter großen Warnemünder Georginenplatz. Damit diese wieder richtig glänzen kann, ist eine Sanierung unter Denkmalschutz-Aspekten vorgesehen. Denn der Georginenplatz steht als Bestandteil des Denkmalbereichs „Historischer Ortskern Warnemünde“ und damit als Gartendenkmal unter Denkmalschutz. Der Denkmalschutzstatus schließt den fast 200 Jahre alten westlichen und südlichen Abschnitt der Baumfassung und die mittige Baumgruppe sowie den fast 100 Jahre alten nördlichen und östlichen Abschnitt der Baumfassung der Platzfläche ein

Nicht verwunderlich also, das im Zuge der Bürgerbeteiligung vor allem auch darüber heiß darüber diskutiert wurde, wie das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen mit den vorhandenen Bäumen umgeht. 2019 wurde ein Plan erarbeitet; die Zeit ist ins Land gegangen. Deshalb habe man nun erneut ein Baumgutachten erstellen lassen. Fazit: Die Bäume sind mittelfristig erhaltungswürdig, nur einer ist innen faul und hohl. Die Bäume also, so das Ziel, werden im Zuge der Sanierung bleiben. Erst wenn sie absterben, ist die Pflanzung einer neuen Baumreihe vorgesehen.

Bevor der Georginenplatz voraussichtlich ab drittem Quartal 2023 aber saniert wird, steht eine tiefgreifende Maßnahme an: Nordwasser will die Schmutz- und Regenwasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse sehr bald erneuern. Überraschungen hinsichtlich der Lage der vorhandenen Leitungen und Anschlüsse sind nicht auszuschließen. Grünamtschefin Fischer Gäde sprach auf der Sitzung des Ortsbeirates am Dienstagabend von einem massiven Eingriff ins Erdreich. Die Bäume müssen deshalb geschützt werden. Das ist scheinbar leichter gesagt als getan. Denn die Nordwasser-Arbeiten werden voraussichtlich in Tiefen von um die drei Meter führen. Wo aber verlaufen die Wurzeln der Bäume? „Dieser Eingriff ist deutlich größer als jene Maßnahme, die wir planen“, sagt die Amtsleiterin. Mit Nordwasser werde es einen Abstimmungsprozess geben. Wenn die Planungen abgeschlossen sind, wolle man diese der Öffentlichkeit noch einmal vorstellen. Klar ist jedoch: der Name Georginen (Dahlien) ist künftig wieder Programm. Aber es wird auch Pflanzen geben, die im Frühjahr und Herbst blühen, die dieses gärtnerische Kleinod verzaubern, zum Verweilen und Entspannen nur ein paar Meter entfernt vom Trubel, von der Promenade und dem Alten Strom einladen. Sabine Schubert

Das Bild zeigt die Planungen f├╝r den Georginenplatz 2019 und jetzt.

Molenfeuer Ost wird "aufgefrischt"

10. Mai Seit gestern ist das rote Molenfeuer auf der Ostmole eingerüstet. Wir erinnern uns, dass im vergangenen Jahr bereits das sterbordseitige Molenfeuer eine Generalüberholung erfuhr.

Die aalglatt-Anfrage beim Wasser- und Schifffahrtsamt Ostsee ergab folgende Erklärung:

Die Molenfeuer West und Ost markieren die Einfahrt in den Inneren Seekanal nach Rostock für die von See kommenden Schiffe. Die Erneuerung des Farbanstrichs wird erforderlich, da das Molenfeuer aufgrund der exponierten Lage starken Witterungseinflüssen wie Wind, salzhaltiger Luft und Spritzwasser ausgesetzt ist. Das Bauwerk wird dadurch schwer beansprucht. Um einerseits die Dauerhaftigkeit sicherzustellen und andererseits die Erkennbarkeit gemäß dem Farbcode für feste Schifffahrtszeichen zu genügen, soll der Farbanstrich nach nunmehr 15 Jahren "aufgefrischt" werden. Die rot-weiß-roten Banderolen werden zudem mit einem speziellen Schutzanstrich gegen Graffiti versehen.

Die Einrichtung der Baustelle erfolgt in dieser Woche. Neben den Konservierungsarbeiten werden auch stahlbauliche Instandsetzungen durchgeführt. In der Zwischenzeit wird das Molenfeuer als visuelles System nur eingeschränkt nutzbar sein. Nach etwa  fünf Wochen sollen die Arbeiten planmäßig abgeschlossen sein und das Bauwerk dann in neuem Glanz der Schifffahrt wieder zur Verfügung stehen. Das Molenfeuer auf der Westseite wurde bereits 2021 saniert.

 

 

Einen neuen Farbanstrich erh├Ąlt das Molenfeuer Ost. Foto: Mkad

In Arbeit: Dünenkonzept für die nächsten zehn Jahre

8. Mai: Manche möchten die Warnemünder Dünen ständig abschieben, um einen freien Blick auf die See zu haben. Andere sind dagegen, denn Fauna und Flora sollen sich in dem Bereich entfalten können. Was also tun? Im Hinblick darauf, dass im Jahr 2023 die Geschäftsanweisung zur Pflege und Bewirtschaftung des touristischen Wirtschaftsraums Strand, Dünen und Promenade nach zehn Jahren endet, galt es eine Bestands- und Konfliktanalyse zu erarbeiten. Den Auftrag dafür erteilt hat die Tourismuszentrale dem Institut für ökologischen Forschung und Planung Biota. Dieses hat die Strandbereiche 13 bis 1 zwischen Neuem Friedhof und Westmole in Augenschein genommen und untersucht,  wie sich Fauna und Flora angesichts des regelmäßigen Abschiebens der Dünen entwickelt haben. Biota-Geschäftsführer Dr. Volker Thiele, der auf der April-Sitzung des Ortsbeirates den aktuellen Projektstand vorstellte, sprach von natürlichen Schwankungen. Einige Arten haben sich vermehrt, andere sind gänzlich verschwunden. Schmetterlinge und Heuschrecken beispielsweise habe man reichlich gefunden. Eine Überraschung gab es bei den Reptilien, denn es konnten zwei neue Nachweise der Zauneidechse erbracht werden. Dabei handele es sich um eine geschützte Art, die sich im Graudünenbereich, der von großer Bedeutung sei, offensichtlich wohl fühlt.

Untersucht wurde auch die Sauberkeit am Strand. Vor allem Plastikteile und Zigarettenkippen wurden gesichtet. Beschäftigt habe man sich auch mit der Winderosion, so der Institutschef. Viel Sand werde bei Sturm aus Nordwest über die abgeschobenen Dünen und die Promenade in den Ort hineingeweht. Selbst wenn die Sandfangzäune verstärkt oder in veränderter Ausrichtung aufgebaut werden, könne man den Sandflug nicht gänzlich unterbinden.

Derzeit gelte es alle gesammelten Informationen zusammenzutragen, sodass in der Folge ein neues, für die nächsten zehn Jahre gültiges Konzept zu einem naturverträglichen Dünenmanagement erarbeitet und vorgelegt werden kann. Sabine Schubert

Ein neues Konzept zum D├╝nenmanagement wird erarbeitet. Foto: susa

Ab 8. Mai: Konzerte im Kurhausgarten

5. Mai: Auch in diesem Jahr soll die Muschel im Kurhausgarten wieder die Bretter bieten, die für Kulturschaffende die Welt bedeuten. Bis 25. Oktober spielen jeden Sonntag Chöre und Bands in der Zeit zwischen 15.30 und 17.30 Uhr Konzerte. Einige reisen dafür extra ins Ostseebad, ein Großteil kommt jedoch aus der Region rund um Rostock.

„Wir wollen der lokalen Künstlerszene eine Bühne bieten, die in Rostock einzigartig ist. Die Kurmuschel im Kurhausgarten hat nicht nur ein einzigartiges Umfeld, sondern auch eine ganz besondere Open-Air-Atmosphäre. Hier können wir zeigen, wie vielfältig Rostock ist", sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm. Die Konzerte sind kostenfrei und sollen sowohl den Gästen als auch Einheimischen ein kulturelles Erlebnis bieten. Hierfür kooperiert die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde mit der Goliath Show & Promotion GmbH und dem Kongress- und Veranstaltungsservice.

Los geht es am 8. Mai. Dann steht das Schlagerduo Jo & Josephine auf der Kurhausgarten-Bühne. Sein Repertoire reicht von englischen Shantys über bekannte deutsche Evergreens bis hin zu neuen Titeln. Sie bieten einen bunten Mix, so bunt wie ihre norddeutsche Airbrush-Garderobe. Jo & Josephine stehen seit 1999 als Gesangsduo auf der Bühne. Zahlreiche Zuschauer kennen die Musiker aber auch durch ihre TV-Show „Musikantenkrug", die einige Jahre in ganz Deutschland zu sehen war und von der es 2022 wieder zwei neue Folgen geben wird.

Die Termine im Mai: 8. Mai, 15.30, Uhr Jo & Josephine, 15. Mai, 15.30 Uhr, De Fischlänner Seelüd, 22. Mai, 15.30 Uhr, Trashformers, 29. Mai, 15.30 Uhr, Sonny and Friends

 

Für Jung und Alt: Sport in der Gemeinschaft

26. April: Steckmatten, Hanteln, Bälle, Fastienrollen, Steppbretter, Flexibänder, die Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig, was der Sportverein Warnemünde alles für seine Mitglieder bereithält. Ohne qualifizierte Übungsleiter, ohne kleinen, aber aktiven sportlichen Vorstand, würden all die Utensilien verstauben. Aber sie sind da, die „Vorturner“ -  mit großem, nicht nachlassendem Engagement. Allein in der Sektion Turnen und Gymnastik sorgen sich sechzehn Übungsleiterinnen und Übungsleiter um die Fitness von rund 300 im Verein eingeschriebenen Warnemünder Mitgliedern.

Klein und jung fängt es an:   Kindergartenkinder kommen an der Hand von Eltern in die Sporthalle der ecolea Internationale Schule. Bälle werden gezielt geworfen, an schräg stehenden Bänken wird gehangelt, balanciert … Nahtlos weiter geht es mit dem Training für größere Vorschulkinder und dann sind schon die Grundschüler in der Halle parat. Eher in den Abendstunden treffen sich die Senioren, damit die Gelenke weniger knirschen. Es wird auch gezieltes Gesundheitsturnen angeboten, Männerturnen, Stepaerobic...

Christel Kucharzak ist eine der jung gebliebenen Übungsleiter. Sie ist seit 40 Jahren Mitglied im Verein und bereits 22 Jahre als  Abteilungsleiterin für Turnen und Gymnastik in den Hallen der ecolea, der Wiro Sporthalle in Groß Klein und der Sporthalle Warnemünde im Einsatz. „Ohne die engagierten Übungsleiter, die alle vier Jahre ihre Lizenz erneuern, wäre der Breitensport gar nicht möglich. Dass ehrenamtliches Engagement Spaß macht, muss ich wohl nicht sagen bei dieser Kontinuität,“ so Christel Kucharzak.  Immerhin gibt es den SV Warnemünde mit seiner Abteilung Turnen und Gymnastik schon seit 1949.  Und beim Seniorensport sind nicht wenige Mitglieder weit  über 70 Jahre, ja haben das 80. Lebensjahr schon erreicht und kommen immer noch zu den Übungsabenden. Karin Kenzler, die als Kassenwart mit Sachverstand und Akribie u.a. die Mitgliedsbeiträge verwaltet, weiß um einen weiteren Grund, warum es im Verein fast keinen Mitgliederschwund gibt: „ Wie oft standen schon Sportfreunde am Bett eines Kranken und brachten Blumen aus der Vereinskasse zur Aufmunterung. Einen Sommer ohne gemeinsamen Grillnachmittag kann sich keiner so recht vorstellen. Und Weihnachten wird nicht nur bei den Jüngsten gewichtelt. Dieser soziale Zusammenhalt  macht auch unser Vereinsleben aus!“

 

Im Internet und im Schaukasten der Drogerie am Kirchenplatz kann sich übrigens jeder, dem nicht nur der Sessel vorm Fernseher Sport bietet, sondern der doch mal wieder mit den Fingerspitzen auf den Fußboden kommen möchte, über Trainingszeiten informieren. Lust bekommen zum gezielten Bewegen? Als Übungsleiter im Verein dabei zu sein?  Darüber freut sich der Vorstand!  Monika Kadner

Beim Osterturnen zeigen schon die Kleinsten, was sie sportlich drauf haben. Foto: SV Warnem├╝nde

Ausflugs-Tipps

Schloss Teschow freut sich auf Gäste 

31. März.  Kein Aprilscherz: Am 1. April öffnet der Golfclub Schloss Teschow die Eventlocation und Gutsschänke „von Blücher“ wieder für Gäste.Im April genießt man im rustikal-gemütlichen Ambiente die frischen Kleinigkeiten der Landküche von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 13 bis 18 Uhr. Ab Mai ist die Gutsschänke dann bis 19.30 Uhr geöffnet. In der Gutsschänke  werden kleine Gerichte mit meist regionalen Zutaten serviert. Nachmittags schmecken die hausgemachten Kuchen, die auch außer Haus verkauft werden.

Wer feiern möchte, kann die Gutschänke für bis zu 90 Personen buchen und exklusiv nutzen – wer mag sogar mit Tanzfläche. Die Inneneinrichtung passt zur ländlichen Umgebung und erinnert an die frühere Nutzung des Gebäudes als Scheune. Auf der Außenterrasse finden 60 Personen Platz. Für die kleinen Gäste gibt es einen Spielplatz mit Rutsche und Schaukel. Die Gutsschänke »von Blücher« liegt mitten im Grünen, unweit des Teterower Sees.

Der Golfclub Schloss Teschow liegt in einer idyllischen Hügel- und Seenlandschaft. Von Warnemünde aus erreicht man ihn über die A19 und braucht für die rund 80 Kilometer etwa eine Stunde. Der Teterower See, jahrhundertealter Baumbestand und das klassizistische Herrenhaus Schloss Teschow bilden die Kulisse für die 27-Loch-Golfanlage, zu der auch die Eventlocation „Gutsschänke von Blücher“ gehört. Im Jahr 2000 angelegt, bietet der Golfclub Mitgliedern und auswärtigen Gästen zwei gepflegte Golfplätze und eine Driving Range: Der 18-Loch-Platz „Am See“ fordert Golfer zu sportlich-taktischem Spiel heraus (Par 72, Stammvorgabe -54). Der 9-Loch-Platz „Am Silberberg“ bietet erfahrenen Golfern mit Wasserhindernissen und Bunkern Herausforderungen ohne HCP-Beschränkung, steht aber auch Einsteigern ohne DGV-Platzreife offen. 

Kontakt Golfclub Schloss Teschow e.V.,Lars Jahn, Managing Pro. Alte Dorfstr. 13, 17166 Teterow / Teschow, Tel. +49 (0) 3996 140-454, golf@schloss-teschow.de | www.gc-schloss-teschow.de

 Geschichte des Ostrocks in Kröpelin

25. März 2022:. Das Ostrockmuseum Kröpelin ist einen Ausflug wert. Es wurde am 3. Juli 2015 eröffnet. Das Museum ist das erste und bislang einzige in Deutschland, das sich ausschließlich mit der Geschichte des Ostrocks als Teil der Unterhaltungsmusik der DDR und der ehemaligen osteuropäischen Länder widmet.

Eine der Grundlagen für das Museum ist der Fundus des Berliner Vereins „Sechzig-Vierzig“, der seit Jahren versuchte, seine Sammlung an einem festen Ort zu präsentieren. Nach mehrjährigen Bemühungen wurde am 26. April 2013 die Sammlung des Vereins schließlich an das Ostrockmuseum übergeben. Das Ausstellungskonzept entstand unter Beteiligung der Studiengänge Innenarchitektur sowie Kommunikationsdesign und Medien der Hochschule Wismar.

Gemeinsam mit Stadtbibliothek und Stadtmuseum wird das Ostrockmuseum durch die Stadt Kröpelin verwaltet. Die Gestaltung und Betreuung der Sammlung obliegt einem dreiköpfigen Kuratorium, bestehend aus Reinhard Dankert, Rüdiger Kropp und Thomas Lehner.  Das Ostrockmuseum ist ein interaktives Erlebnismuseum. Es ermöglicht dem Besucher einen Einblick in Geschichte und Hintergründe des Ostrocks. So erschließt sich seine Geschichte bei einem Rundgang durch das Museum als Mischung aus Information, Medien und Erlebnis. Dazu gehören auch Veranstaltungen und Sendungen wie etwa Franks Beatkiste vom 25. Oktober 2015, die in Zusammenarbeit mit dem Ostrockmuseum entstand.

Wegen der Vielzahl vorhandener Objekte sowie der räumlichen Begrenzung auf eine Etage entschied man sich gegen eine chronologische Darstellung der Ostrock-Geschichte. Stattdessen wird in jedem Raum ein thematischer Bereich dargestellt, in den dazu vorhandene Objekte und Informationen integriert sind. Ein thematischer Bereich des Museums ist beispielsweise ein Plattenladen. Hier werden Mobiliar und Angebot eines typischen Plattenladens in der DDR gezeigt. Neben multimedialer Information gibt es die Möglichkeit, Langspielplatten aufzulegen und zu hören. Diverse Geräte für das Abspielen von Tonbändern und Langspielplatten werden ausgestellt. Das Wandbild zeigt eine typische Szene aus dem Alltag der DDR. Wenn es begehrte Langspielplatten zu kaufen gab, dann bildeten sich schnell vor den Geschäften lange Schlangen. Das Bild zeigt eine solche vor dem Laden in der Kröpeliner Straße von Rostock Mitte der 1980er Jahre.

Das Ostrockmuseum (Telefon: 038292 82384) befindet sich in Kröpelin in der Hauptstraße 5. Über die B105 erreicht man es von Warnemünde aus in ca. 20 bis 25 Minuten mit dem Auto. 

Öffnungszeiten des Museums: Montag von 10 bis 12 und von 13.30 bis 17 Uhr, Dienstag von 10 bis 12 und 13.30 bis 18 Uhr, mittwochs geschlossen, Donnerstag von 10 bis 12 und von 13.30 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 12 und von 13.30 bis 16 Uhr, Karfreitag und Ostermontag geschlossen. Der Eintritt in das Ostrockmuseum kostet drei Euro und berechtigt gleichzeitig zum Besuch des im gleichen Haus befindlichen Stadtmuseums.

 

 

Auf der Wanderung durchs Nebel-Durchbruchstal kommt man vorbei am Kneipp-Wanderweg, wo man den F├╝├čen ein wohltuendes Bad g├Ânnen sollte.

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Wanderung im Nebel-Durchbruchstal

21. Mai: Mit dem Auto von Warnemünde fährt man - je nachdem, wo man parken möchte - etwa  60 bis 70 km bis zum Nebel-Durchbruchstal. Über die A 19 mit Abfahrt Richtung Krakow am See erreichen wir den Ausgangspunkt der Wanderung.

Es gibt mindestens drei Möglichkeiten die Tour zu beginnen:

  1. Parkplatz vor dem Einkaufsmarkt in Kuchelmiß. Hier kann man sich noch etwas zur Stärkung oder für ein Picknick kaufen.
  2. Parkplatz an der Wassermühle in Kuchelmiß. Die ist aber Corona-bedingt zurzeit geschlossen.
  3. kleiner Waldparkplatz nördlich von Serrahn

Beginnt man beim Parkplatz am Einkaufsmarkt, so führt rechts parallel zur Straße nach Krakow ein kleiner Weg vorbei an drei Wohnhäusern. Dann geht es weiter über eine kleine Brücke, die uns über das Moor in Richtung Wassermühle Kuchelmiß bringt. Man kommt vorbei an den Resten der mittelalterlichen Anlage der Turmhügelburg. Die Wassermühle darf man leider derzeit nur von außen besichtigen und auch die Toiletten sind geschlossen. Man kann aber weiterhin auf dem Gelände die Fischtreppen besichtigen und einen Eindruck von der Strömung der Nebel erleben. Einen kleinen Picknickplatz gibt es dort auch, so dass man sich in der Natur stärken kann. Auf einer Infotafel wird erklärt, wie das Nebel-Durchbruchstal entstanden ist.

An den Resten eines alten Schlosses - es sind nur noch einige alte Skulpturen zu sehen - und den Fischteichen vorbei gelangt man zu einem Hofcafé. Folgt man einem gepflegten Waldweg, dann erreicht man eine Brücke, die nach Serrahn führt. Hier kommt man auch am Waldparkplatz vorbei.

Der Ort Serrahn hat eine kleine Kirche und eine alte Schmiede als Sehenswürdigkeiten zu bieten. Danach sind wir wieder über den Waldparkplatz in Richtung der Nebel gewandert. Aber dieses Mal nicht über die Brücke nach Kuchelmiß, sondern wir haben den Waldweg parallel zum Flüsschen in östlicher Richtung gewählt. Der Weg ist leicht hügelig, aber dennoch gut zu laufen. Ein paar Bänke laden zudem am Weg zum Verweilen ein. Hier hat die Nebel allerdings einen wilderen Charakter. Ihre Strömung kann man von der Brücke aus wunderbar erleben.

Geht man dann weiter geradeaus, gelangt man zum Kneipp-Wanderweg. Er ist aus einem kleinen Nebenarm der Nebel entstanden. Ihn sollte man unbedingt ausprobieren. Der sandige Untergrund tut den Füßen gut und das Wasser ist sehr klar. Aber das Kneippen stärkt nicht nur die Gesundheit, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Ein Picknickplatz lädt hier erneut zum Verweilen ein. Der Weg durch den Wald führt dann an den Teichen vorbei wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Der Wald war durch die vielen Anemonen besonders schön in diesem Jahr. Ein herrliches Stück heimischer Natur. Der Weg ist gut ausgeschildert und für die rund 16 km, die wir in aller Ruhe mit einem Picknick bewältigt haben, waren wir gut vier Stunden unterwegs. Für Rollstuhlfahrer ist diese Wanderung allerdings nicht geeignet. Leider konnten wir auch keine geöffneten Toiletten finden..

Für Familien mit Kindern ist diese Wanderung ohne weiteres zu schaffen, gibt es doch überall etwas in der Natur zu entdecken. Jedoch sollten Familien mit Kindern auf den Abstecher nach Serrahn verzichten, weil man dafür an der Straße in den Ort gehen muss.  Unterwegs für aalglatt-Leser war: Hanne Hoppe

 

 

Wismar und seine Schätze

Ein Ausflug in die benachbarte Weltkultur-Stadt

Warum nicht mal Wismar besuchen? Ist nicht weit von der Hansestadt Rostock mit dem Seebad Warnemünde entfernt und eine wunderschöne Stadt mit mächtigen Backsteinkirchen, liebevoll sanierten jahrhundertealten Häusern aus der Gotik, dem Barock und dem Klassizismus.  Tierpark, Museen und ein malerischer Hafen mit Speichern und diversen Restaurants laden zum Bummeln ein. Fischkutter, deren Besatzungen leckere Fischbrötchen und fangfrischen oder geräucherten Fisch anbieten, sind ebenfalls erlebenswert. Die Hansestadt Wismar trägt zu Recht das Siegel des Weltkulturerbes.

Jetzt im noch sonnigen Corona-Herbst zieht es viele Touristen aus scheinbar vor allem südlichen Bundesländern an die Küste. Zumindest ihre Dialekte legen das nahe. Sie beobachten interessiert vom Außenbereich der Hafenlokale das Kommen und Gehen der anderen Touristen sowie das Verhalten der gefräßigen Möwen, die gern im Sturzflug den ahnungslosen Passanten das Fischbrötchen entreißen wollen. Amüsant, wenn die Möwen Sieger bleiben und man das eigene Brötchen schon sicher im Magen hat. Wenn es kein Fischbrötchen sein soll, kann man wunderbar in der Nähe des Alten Hafens am Lohberg im Brauhaus Durst und Hunger stillen. In dem Fachwerkspeicher ist schon 1452 Bier gebraut worden. Allerdings führt eine mehrstufige Treppe ins Gebäude hinein.

Wismar ist aber auch ein lohnendes Besuchsziel, wenn man mit den Enkeln einen Ausflug planen möchte. Sie tauchen in der Altstadt ein ins Mittelalter, sehen mit Giebel- und Traufenhäuser die Architektur vergangener Jahrhunderte und erfahren auf Schrifttafeln oder Plaketten an den aufwändig sanierten Häusern viel über die Geschichte Wismars und ihrer Bewohner.

Ein Ziel sollte unbedingt der 80 Meter unübersehbar hohe Turm der Marienkirche sein. Das einst mächtige Kirchenschiff wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und erfuhr wie etliche Sakralbauten in der ehemaligen DDR dasselbe Schicksal. Die Marienkirche, die Anfang des 14. Jahrhunderts auf den Mauern einer rund 100 Jahre alten kleineren Vorgängerkirche errichtet wurde, fiel 1960 der Sprengung zum Opfer. In Wismar sind wenigstens ihre Konturen wieder sichtbar im Boden entstanden. Teil des Forums an der Kirche ist neben moderner Kunst ein Metallmodell. Es zeigt, wie sich die ehemalige Ratskirche über Jahrhunderte präsentiert hat.

Besonders interessant für Kinder ist aber der 3-D-Film „Bruno Backstein“, der wie die Dauerausstellung „Wege zur Backsteingotik“ im Turm sehr spannend den Bau dieser gotischen Kirche erklärt. Bei einer Führung offenbart sich in 67 Metern Höhe ein wunderbarer Blick über die Altstadt und der Besucher erfährt weiteres Wissenswertes zur Kirche und zur Welterbe-Stadt Wismar.

Vor dem Kirchturm sind Modelle zu sehen, in denen Ziegelsteine geformt worden sind, die für den Bau verwendet wurden. Bruno Backstein erklärt im Film auch, wie die Bauleute es schafften, ohne Kran, dafür mit einem imposanten hölzernen Rad und Seilen die Steine in die Höhe zu transportieren. Der Nachbau dieses Rades vor der Marienkirche verdeutlicht den großen und kleinen Besuchern die meisterlichen Fertigkeiten der mittelalterlichen Baumeister, aber auch das mühevolle Bauen.

Der Film dauert etwa 15 Minuten. Der Eintritt inklusive Turmführung kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Ein Muss ist auch der Besuch der St.-Georgen-Kirche, eine der drei Hauptkirchen und die größte der Hansestadt. Auch sie ist ein Meisterwerk der norddeutschen Backsteingotik. 1594 wurde sie nach mehrfachen Veränderungen fertiggestellt. Baubeginn soll allerdings schon Ende des 13. Jahrhunderts gewesen sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch dieser Sakralbau stark beschädigt, aber in der DDR glücklicherweise nicht gesprengt. Nach der Wende wurde die St.-Georgen-Kirche ab 1990 mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz und örtlicher Betriebe wiederaufgebaut und 2010 als Gotteshaus und Kulturkirche feierlich wiedereröffnet. Kultur findet auch jetzt statt. So gastiert Ben Becker am 30.Oktober mit „Ich, Judas“. Viele weitere Veranstaltungen sind geplant – sofern Corona es zulässt.

Die Aussichtsplattform Von St.-Georgen in 35 Metern Höhe bietet einen eindrucksvollen Rundblick auf Wismar, die Gassen und Straßen der Altstadt, die Ostsee, den Hafen und die MV-Werft. Die Fahrt mit dem Lift kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder bis 6 Jahre fahren gratis.

Neben der Kirche liegt der Fürstenhof, die im 16. Jahrhundert errichtete Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge in Wismar. Ein Blick in den Innenhof lohnt sich. Heute beherbergt das schön sanierte Bauwerk das Amtsgericht der Hansestadt.

Bei einem Gang durch die Altstadt gibt es viele weitere lohnende Ziele. Doch wer sich die Ausstellung und die Einrichtung in dem sehr informativen Welt-Erbe-Haus an der Lübschen Straße angesehen hat, sollte noch an der Grube entlangspazieren. Sie ist eines der ältesten städtischen Wasserläufe Deutschlands und dann in einem der Cafés am Marktplatz Füße und Kopf entspannen. Auch dort gibt es mehrere historische Bauwerke zu bewundern. Schließlich ist die Stadt nicht umsonst von der UNESCO ausgezeichnet worden. Und weil man an einem Tag nicht alles Sehenswerte in Wismar erleben kann, sollte man sich - solange das Wetter mitspielt – unbedingt noch einmal auf den Weg dorthin machen.

Doch was hat dem zehnjährigen Theo am besten in der ehrwürdigen Hansestadt gefallen? „Der Blick von der Georgenkirche war cool.“ Eigentlich wollte er die Wendeltreppe zur Plattform hochsteigen. Doch die war gesperrt, weil man in Corona-Zeiten dort keinen nötigen Abstand halten kann. „Aber auch der Film in dem anderen Kirchturm war wirklich spannend“, empfiehlt Theo.

Unterwegs für aalglatt-Leser war: Ingrid Feuerstein

Die Marienkirche und St.-Georgen-Kirche öffnen von Oktober bis März täglich von 10 bis 16 Uhr. Der Turm von St. Marien kann nach Anmeldung (Telefon: 03841-2510) bestiegen werden.

├ťber die Rapsfelder hat man einen tollen Blick auf den Leuchtturm Bastorf.

Rund um den Leuchtturm Bastorf

13. Mai: Unser Ausflug führt von Warnemünde nach Bastorf. Mit dem Auto erreicht man den dortigen Leuchtturm in etwa 45 Minuten. Die Fahrt führt in diesen Tagen vorbei an herrlich blühenden Rapsfeldern, die so richtig tolle Fotomotive bieten. Rasch ist der Parkplatz am Leuchtturm erreicht.  Der Turm befindet sich zwischen den Ostseebädern Kühlungsborn und Rerik und oberhalb von Kap Bukspitze, weshalb er auch Buk genannt wird.

 Diese Landspitze weist eine Geländehöhe von rund 78 Metern über dem Meeresspiegel auf. Die Höhe des Leuchtturms beträgt 20,8 m, sodass sich eine Gesamtfeuerhöhe von etwa 95,3 m ergibt. Somit ist der Leuchtturm Buk zwar einer der kleinsten deutschen Leuchttürme, hat aber das höchste Leuchtfeuer, dass an den deutschen Küsten zu finden ist.  Während er für die Seefahrt eine notwendige Navigationshilfe ist, hält er für Besucher nach dem Erklimmen der 55 Stufen einen grandiosen Ausblick bereit. Schaut man in nordöstliche Richtung, kann man das heimische Warnemünde sehen. Bei einem Blick nach Westen entdeckt man  Rerik und die Wismarer Bucht  Bei klarer Sicht soll man sogar die Insel Fehmarn  und dänische Inseln sehen. Leider ist der Turm derzeit aber für Besucher noch geschlossen.

Nicht so tragisch, denn wir umwandern ihn ganz einfach Die Strecke beträgt etwa 4,8 Kilometer, die auch für nicht so professionelle Wanderer machbar ist.  Start und Ziel ist für uns der Parkplatz unterhalb des Leuchtturms. Auf einem schmalen Pfad mit einer tollen Aussicht geht es entlang des Parkplatzes in Richtung Kägsdorf. Weiter führt unsere Tour auf der Straße durch den Ort, der durchaus interessante Häuser aufweist. So beispielsweise ein Gutshaus auf der rechten Seite.  Am Ende des Ortes führt eine schmale  Straße in Richtung Kühlungsborn,  bevor uns dann der erste Weg rechts wieder zum Leuchtturm bringt .

Angekommen, lohnt es sich den Picknick-Korb auszupacken oder unbedingt das Cafe Valentins zu besuchen, das ab 28. Mai freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr wieder geöffnet ist und wo man endlich wieder den  leckeren Kuchen genießen kann. Nach unserer Stärkung  geht es wieder abwärts bis zum Parkplatz. Und schließlich gut gelaunt zurück nach Warnemünde. Unterwegs für aalglatt-Leser war: Doris Reiber

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